South Bank am Londoner Themseufer
South Bank: Kurzfakten
- Lage: südliches Themseufer zwischen Waterloo Bridge und County Hall.
- Prägende Zäsur: Festival of Britain vom 3. Mai bis 30. September 1951.
- Erhaltenes Bauwerk: Royal Festival Hall, das einzige verbliebene Gebäude des Festivals.
- Zu Fuß: Queen’s Walk und Brücken nutzen, um Flussblicke und Kulturarchitektur zu verbinden.
Die South Bank ist ein Spaziergang am Wasser und zugleich ein Ort des städtischen Wiederaufbaus. Zwischen Waterloo Bridge und County Hall liegen Themse, öffentliche Wege und Kulturhäuser dicht beieinander. Gegenüber öffnen sich Blicke auf Westminster und das nördliche Flussufer. Die heutige Gestalt des Areals geht wesentlich auf das Festival of Britain von 1951 zurück, das diesen zuvor industriell und durch Kriegsschäden geprägten Abschnitt neu ordnete.
Das Festival of Britain am Fluss
Das Festival lief vom 3. Mai bis zum 30. September 1951. Sein wichtigster Londoner Schauplatz war das Südufer der Themse. Das Areal hatte im Krieg Bombenschäden erlitten und war bereits vorher von weitgehend verfallenen viktorianischen Industriegebäuden geprägt. Für das Festival wurden Gärten, Brunnen, Restaurants und Promenaden geschaffen. Der Fluss war dabei nicht nur Kulisse: Die neue Ufergestaltung machte den öffentlichen Raum selbst zum Teil der Ausstellung.
Royal Festival Hall als Erinnerung
Die Royal Festival Hall ist das einzige erhaltene Gebäude des Festivals. Sie erinnert daran, dass die South Bank aus einer temporären Ausstellung hervorging und sich anschließend zu einem dauerhaften Kulturraum entwickelte. Beim Gehen können Sie die Hall als historischen Bezugspunkt nutzen und ihre Lage zwischen Fluss, Brücken und heutigen Kulturinstitutionen betrachten. Die Verbindung von gebliebener Architektur und späterer Nutzung macht die Nachkriegsgeschichte vor Ort lesbar.
Brücken geben dem Spaziergang Struktur
Waterloo Bridge, Hungerford Bridge und die Nähe zur Westminster Bridge gliedern den Uferraum und eröffnen unterschiedliche Blickachsen. Wechseln Sie die Perspektive: Vom Weg am Wasser sehen Sie die gegenüberliegende Stadt und die Brückenbögen; an den Übergängen wird die Uferlinie als Teil eines größeren Stadtnetzes erkennbar. Die South Bank lässt sich deshalb gut als Folge kurzer Abschnitte erkunden, in denen Flussblick und Architektur jeweils anders zusammenspielen.
Den Themseweg zu Fuß erleben
Folgen Sie dem Queen’s Walk entlang des Südufers und orientieren Sie sich an den Brücken und der Royal Festival Hall. Sie können die Strecke verkürzen, indem Sie an einem Übergang die Seite wechseln, oder weiter am Fluss entlanggehen. Die besondere Qualität entsteht aus dem Zusammenspiel von Wasser, öffentlichem Weg und Kulturgebäuden. Zum Vergleich bietet die Rheinuferpromenade in Düsseldorf eine Altstadt am Fluss, während der Chicago Riverwalk tiefer in der Hochhauslandschaft liegt. Weitere Wege sammelt Promenaden und Uferwege.
Die Uferblicke mit den Brücken abwechseln
Richten Sie Ihren Spaziergang an den Brücken aus und halten Sie zwischendurch am Fluss an. Von den Übergängen wird sichtbar, wie das südliche Ufer mit Westminster und Victoria Embankment auf der gegenüberliegenden Seite zusammenhängt. Am Boden erleben Sie dagegen die Nähe zu Kulturhäusern und öffentlichen Plätzen. Diese beiden Blickrichtungen helfen, die South Bank gleichzeitig als Flussweg und als gestalteten Stadtteil zu verstehen. Für weitere Spaziergänge durch besondere Stadtstraßen und historische Viertel bieten die Einstiege Straßen und Boulevards sowie Quartiere und Altstädte passende Orientierung.
Entdecken Sie weitere Reiseziele und London zu Fuß.
Anzeige
Unterkunft finden
Entdecken Sie passende Unterkünfte für Ihre Reise.
Unterkünfte bei Booking.com ansehen
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.