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Coulée verte René-Dumont – Paris

Coulée verte René-Dumont: Kurzfakten

  • Lage: 12. Arrondissement von Paris, auf einer ehemaligen Bahntrasse.
  • Verlauf: von der Place de la Bastille in Richtung Bois de Vincennes.
  • Länge: 4,5 Kilometer durch eine Folge von Gärten und erhaltenen Bahnstrukturen.
  • Umgestaltung: ab 1988; die frühere Bahnlinie verband seit 1859 Bastille und La Varenne-Saint-Maur.

Eine Bahnlinie wird zum Gartenweg

Die Coulée verte René-Dumont nutzt die Trasse der früheren Vincennes-Bahn. Seit 1859 verband die Linie die Place de la Bastille mit La Varenne-Saint-Maur; nach ihrer Stilllegung 1969 wurde der Korridor schrittweise zu einer öffentlichen Grünverbindung. Seit 1988 prägen Gärten, Wege und erhaltene Eisenbahnstrukturen die Anlage. Ihr Verlauf wechselt zwischen erhöhten Abschnitten, Tunneln und Einschnitten. Der Spaziergang zeigt deshalb nicht nur Pflanzen, sondern auch, wie eine Verkehrsinfrastruktur in einen linearen Freiraum umgewandelt wurde.

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Auf der erhöhten Passage entlang der Avenue Daumesnil gehen Sie oberhalb benachbarter Straßen. Die Perspektive macht Fassaden, Höfe und Kreuzungen sichtbar, die vom Gehweg aus kaum auffallen. Zwischen wild gewachsener Vegetation und gestalteten Pflanzbereichen bleibt die frühere Bahntrasse als räumliches Gerüst erkennbar. Die alten Bauwerke sind kein bloßer Hintergrund: Sie erklären die geradlinige Form und den Wechsel von Brücken, Tunneln und Gartenräumen.

Viaduc des Arts und Jardin de Reuilly

Am Viaduc des Arts wird die Umnutzung auch auf Straßenniveau sichtbar. Unter der Promenade wurden die Bögen des ehemaligen Eisenbahnviadukts restauriert und an Handwerksbetriebe vergeben. Oben verläuft der begrünte Weg, unten markieren Werkstätten die frühere Konstruktion im Straßenbild. Weiter östlich führt die Achse über den Jardin de Reuilly und setzt sich in Richtung Bois de Vincennes fort. Diese Folge aus Viadukt, Garten und offenen Wegen macht den langen Korridor abwechslungsreicher als einen gewöhnlichen Parkrundgang.

Philippe Mathieux und Jacques Vergely entwarfen die Anlage, die von der Bastille zum Bois de Vincennes führt. Viadukte, Passerellen, Tunnel und Einschnitte wechseln sich ab. Auf dem erhöhten Abschnitt wird die lineare Trasse besonders deutlich; in den tiefer liegenden Gartenbereichen rückt die Umgebung näher heran.

Vom westlichen Zugang nach Osten

Ein gut verständlicher Einstieg liegt nahe der Bastille und der Avenue Daumesnil. Folgen Sie der Trasse abschnittsweise nach Osten und nutzen Sie die Treppen und Zugänge, um die Anlage mit den darunterliegenden Straßen zu verbinden. Am Viaduc des Arts lässt sich der Kontrast zwischen grüner Promenade und Werkstattbögen erleben; der Jardin de Reuilly bietet einen weiteren markanten Abschnitt. So zeigt schon ein kürzerer Teilweg den Wechsel zwischen Höhe, Garten und Bahnarchitektur.

Zum Vergleich führt Saint-Germain-des-Prés durch historische Plätze und Straßen am linken Seineufer. Der Canal Saint-Martin zeigt eine andere Umnutzung städtischer Infrastruktur am Wasser. Weitere Spazierwege in Paris ergänzen diese grünen und wassergeprägten Stadträume.

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