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Passeig de Gràcia in Barcelona: Modernisme und Eixample

Der Passeig de Gràcia ist eine der großen Achsen Barcelonas. Von der Plaça de Catalunya führt er nordwestwärts durch das Eixample und weiter in Richtung der früher selbstständigen Vila de Gràcia. Ursprünglich verband ein Weg beide Orte; mit dem Wachstum der Stadt im 19. Jahrhundert entwickelte sich daraus ein repräsentativer Boulevard. Die Straße macht nachvollziehbar, wie Barcelona seine mittelalterlichen Grenzen überschritt und neue Wohnquartiere anlegte.

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Kurzfakten

  • Lage: von der Plaça de Catalunya durch das Eixample nordwestwärts nach Gràcia.
  • Die Achse wurde im 19. Jahrhundert zum repräsentativen Boulevard ausgebaut.
  • Markante Häuser: Casa Lleó Morera, Casa Amatller, Casa Batlló und Casa Milà.

Modernisme an der Illa de la Discòrdia

Auf wenigen Hausnummern am Passeig stehen drei markante Wohnhäuser nebeneinander. Casa Lleó Morera an Hausnummer 35 gestaltete Lluís Domènech i Montaner; Casa Amatller an Hausnummer 41 entwarf Josep Puig i Cadafalch; Casa Batlló an Hausnummer 43 ist Antoni Gaudís Umbau eines älteren Wohnhauses. Erker, Balkone, Giebel und farbige Oberflächen zeigen, wie unterschiedlich die Architekten dieselbe repräsentative Lage interpretierten. Die enge Nachbarschaft der Häuser macht den Vergleich unmittelbar und gibt der Illa de la Discòrdia ihren architektonischen Reiz.

Casa Milà und die nördliche Strecke

Weiter oben steht Casa Milà, auch La Pedrera genannt. Pere Milà und Roser Segimon beauftragten Gaudí mit dem Wohnhaus; es wurde von 1906 bis 1912 gebaut. Die wellenförmige Natursteinfassade und die skulpturale Dachlandschaft unterscheiden es deutlich von den stärker gegliederten Nachbarhäusern an der Illa de la Discòrdia. Casa Milà zählt zu Gaudís letzten zivilen Bauten und zeigt, wie sich sein eigener Stil von historischen Vorbildern löste.

Im gesamten Straßenraum bilden abgeschrägte Ecken der Eixample-Blockränder markante Kreuzungen. Breite Gehbereiche, Erdgeschosse mit Geschäften und die repräsentativen Obergeschosse sind Teil eines gemeinsamen Stadtbilds. Hinter den Fassaden liegt die regelmäßige Ordnung des Cerdà-Plans, doch die einzelnen Häuser verleihen dem Boulevard wechselnde Silhouetten und Materialien.

Vom Zentrum nach Gràcia

Beginnen Sie an der Plaça de Catalunya und folgen Sie dem Passeig stadtauswärts: So erleben Sie den Übergang vom Zentrum zum Quadrat d’Or und weiter in Richtung Gràcia. Für die kleinteiligeren Gassen der Altstadt bietet sich El Born an; nordöstlich liegt die Rambla del Poblenou mit ihrem lokalen Straßenleben. Die Prachtmeilen Barcelonas verbinden diese räumlich verschiedenen Stadterlebnisse.

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