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İstiklal Caddesi – Istanbul

İstiklal Caddesi: Kurzfakten

  • Fußgängerachse im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu.
  • Die historische Tram verbindet Tünel und Taksim.
  • Istanbul hatte Tramverkehr seit 1869; auf der europäischen Seite endete er 1961.
  • Ende 1990 wurde die historische Tramverbindung auf restaurierten Wagen wieder aufgenommen.

Eine Fußgängerachse mit eigener Bewegung

İstiklal Caddesi erschließt sich am besten im langsamen Gehen. Die Hauptachse führt durch Beyoğlu; an ihr treffen Fußverkehr, Ladenfronten und eine historische Straßenbahn aufeinander. Die Tram bewegt sich durch den öffentlichen Raum, während Querstraßen und Eingänge Einblicke in den Stadtteil öffnen. Galatasaray markiert ungefähr die Mitte zwischen Taksim und Tünel. Dort öffnet sich der Platz vor dem Haupteingang des traditionsreichen Galatasaray Lisesi: Die Schule nahm 1868 als Mekteb-i Sultanî den Unterricht auf.

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Die Tram erzählt Verkehrsgeschichte

Nach Angaben der Verkehrsgesellschaft IETT begann der Straßenbahnverkehr in Istanbul 1869. Auf der europäischen Seite wurde er 1961 eingestellt. Ende 1990 nahm die historische Verbindung Tünel–Taksim mit restaurierten Wagen ihren Betrieb wieder auf. Die rund 1.640 Meter lange Linie macht eine frühere Form städtischer Mobilität im heutigen Straßenraum sichtbar. Tünel und Taksim markieren die beiden Enden des Spaziergangs; die Tramlinie dient als leicht erkennbarer Orientierungspunkt.

Von Taksim Richtung Tünel gehen

Beginnen Sie an einem der beiden Endpunkte und folgen Sie der Hauptachse. Auf dem Weg bietet Galatasaray einen natürlichen Halt in der Straßenmitte. Weiter in Richtung Tünel liegt an der İstiklal der Zugang zur St.-Antonius-Kirche. Ihr heutiger Bau wurde 1906 begonnen und 1912 eröffnet; die neugotische Fassade und der Innenhof bilden einen deutlichen Kontrast zu den Geschäftsfronten der Straße. So wird der Spaziergang nicht nur durch die Tram, sondern auch durch zwei gut erkennbare Bauwerke gegliedert.

Passagen und Querstraßen einbeziehen

Für einen kurzen Abstecher bietet sich der Balık Pazarı mit dem Eingang zur Çiçek Pasajı an. Der heutige Passagenbau entstand nach dem Brand des Naum-Theaters von 1870 und wurde zunächst als Cité de Pera eröffnet. In den 1930er-Jahren trug eine Blumenhandelsgenossenschaft dazu bei, dass sich der Name Çiçek Pasajı durchsetzte. Wer den Seitenweg nimmt, sieht zugleich, wie Passagen und Marktgassen die Hauptstraße mit dem inneren Beyoğlu verbinden. Kehren Sie anschließend zur İstiklal zurück und setzen Sie den Weg bis Tünel fort.

Beyoğlu als Teil des Spaziergangs

Die Strecke zwischen Taksim und Tünel lässt sich mit kurzen Abstechern gehen oder als reine Hauptachsenroute erleben. Für weitere Straßenprofile finden Sie Straßen und Boulevards, Quartiere und Altstädte sowie Promenaden und Uferwege. Diese Seiten helfen, die Geschäftsstraße mit anderen Stadträumen zu vergleichen, ohne den Rundgang auf der İstiklal zu verlängern.

Wenn die Tram vorbeifährt, treten Sie an einen sicheren Randbereich und halten Sie den Schienenraum frei. Taksim und Tünel bleiben die Orientierungspunkte, auch wenn Sie für einen kurzen Besuch in eine Passage oder Querstraße abbiegen.

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Istanbuls Spaziergänge zeigen verschiedene Stadtlandschaften: Die Geschäftsachse der İstiklal Caddesi unterscheidet sich deutlich von den historischen Wohnvierteln am Goldenen Horn und den Ufern auf der asiatischen Seite. Balat und Fener liegen nebeneinander am Südufer des Goldenen Horns und verbinden steile Gassen mit religiösen und architektonischen Zeugnissen verschiedener Gemeinschaften. Auf der asiatischen Seite bewahrt Kuzguncuk eine kleinteilige Nachbarschaft mit Holzhäusern; der Moda-Uferweg führt dagegen am Marmarameer entlang. So lässt sich die zentrale Einkaufsstraße um eigene Ausflüge in zwei unterschiedliche Uferquartiere ergänzen.

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