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Montmartre – Paris

Montmartre: Kurzfakten

  • Pariser Hügelquartier mit künstlerischer, sakraler und dörflicher Geschichte
  • Der Weinbau prägte Montmartre im Mittelalter und bis ins 16. Jahrhundert
  • Die Stadt pflanzte 1932 wieder Reben am Clos Montmartre
  • Rue Lepic, Rue des Saules, Place du Tertre und Sacré-Cœur verbinden sich zu Fuß

Ein Hügel mit Weinbaugeschichte

Montmartre war lange mehr als ein Aussichtspunkt über Paris. Im Mittelalter nahm der Weinbau stark zu; im 16. Jahrhundert arbeiteten viele Bewohner Montmartres als Winzer. Die ursprünglichen Weinberge verschwanden im 18. Jahrhundert. 1932 ließ die Stadt auf Anstoß der Gesellschaft „Le Vieux Montmartre“ erneut Reben pflanzen. Der Clos Montmartre an der Rue des Saules erinnert an diese ältere Landschaft, die heute zwischen dichter Stadtbebauung und dem steilen Hang sichtbar bleibt.

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Cabaret, Malerei und das alte Dorf

An der Ecke Rue Saint-Vincent und Rue des Saules liegt das Lapin Agile. Bis zum Ersten Weltkrieg trafen sich dort Schriftsteller, Dichter und Maler Montmartres. André Gill gab dem Cabaret seinen Namen und gestaltete das bekannte Schild. In der Nähe liegen die Maison Rose an der Rue de l’Abreuvoir und der Weinberg. Diese Orte machen die Geschichte des Quartiers konkret: Künstlerleben, Gastronomie und die noch erkennbare Struktur des früheren Dorfes überlagern sich hier.

Auch die Rue Lepic erzählt von Montmartres Wandel. Am oberen Abschnitt steht die Moulin de la Galette, ein ehemaliger Vergnügungsort, den Maler wie Renoir und Van Gogh in ihren Werken aufgriffen. Die Häuser und Straßen verbinden den dörflichen Maßstab des Hügels mit dem heutigen Pariser Viertel.

Sacré-Cœur und der Gipfel

Die Basilika Sacré-Cœur entstand nach dem Aufstand der Pariser Kommune: Der Grundstein wurde 1875 gelegt, die Fertigstellung erfolgte 1923. Ihr Bau veränderte die Silhouette des Hügels und schuf einen weithin sichtbaren Orientierungspunkt. Der Vorplatz öffnet den Blick über die Stadt; Place du Tertre liegt nur einen kurzen Weg entfernt. Die sakrale Funktion der Basilika gehört ebenso zum Ort wie seine Aussicht: Im Inneren gilt es, Ruhe und Andacht zu respektieren.

Ein Spaziergang durch benannte Orte

Ein nachvollziehbarer Weg beginnt an der Place des Abbesses. Folgen Sie der Rue Lepic bergauf zur Moulin de la Galette, wechseln Sie anschließend über die Rue des Saules zum Clos Montmartre und zum Lapin Agile. Gehen Sie anschließend über die Rue des Saules bis zur Rue Norvins und folgen Sie ihr zur Place du Tertre; von dort führt ein kurzer Weg weiter zur Basilika Sacré-Cœur. Die Folge verbindet Straßen, Bauwerke und Geschichte, statt den Besuch auf den Gipfel zu verkürzen. Planen Sie die Steigungen in Ihrem eigenen Tempo; für den Aufstieg bietet sich auch die Standseilbahn am Square Louise Michel an.

Wenn Sie nach dem Hügelspaziergang ein anderes Pariser Quartier erkunden möchten, wählen Sie Quartiere und Altstädte; für eine lineare Stadtroute stehen Straßen und Boulevards, für Wege entlang des Wassers Promenaden und Uferwege.

Für einen zweiten Pariser Spaziergang führt Pariser Wege und Quartiere zu weiteren Stadtteilen; Spazierziele in Frankreich erweitern die Auswahl über die Hauptstadt hinaus, während Reiseziele internationale Wege erschließen.

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