Mittelalterliche Altstadt – Rhodos
Kurzfakten: Mittelalterliche Altstadt
- Die Johanniter herrschten von 1309 bis 1522 über Rhodos
- Die Stadt liegt innerhalb einer etwa vier Kilometer langen Mauer
- Hochstadt und Unterstadt bilden zwei unterschiedliche Bereiche
- Die Ritterstraße und der Großmeisterpalast gehören zu den Hauptorten
Die Johanniter befestigten Rhodos
Die mittelalterliche Altstadt von Rhodos ist von einer rund vier Kilometer langen Befestigung umgeben. Rhodos war von 1309 bis 1522 die Hauptstadt des Johanniterordens. Die Johanniter bauten den Ort zu einer wehrhaften Stadt aus. Nach einer langen Belagerung fiel Rhodos 1522 an Sultan Süleyman I. UNESCO beschreibt die Stadt als gegliedert in eine nördliche Hochstadt und eine südlich gelegene Unterstadt; die Unterschiede sind beim Gehen noch immer deutlich.
Hochstadt und Unterstadt
In der Hochstadt liegen die zentralen Bauten des Ordens. Die Ritterstraße war die repräsentative Ost-West-Achse; die Herbergen der „Zungen“ Italien, Frankreich, Spanien und Provence lagen an beiden Seiten. Ihre Fassaden tragen Wappen und Inschriften, die an die Herkunft und Rangordnung der Ordensgemeinschaften erinnern. Das Hospital des Ordens wurde zwischen 1440 und 1489 errichtet und dient heute als Archäologisches Museum. Die Ritterstraße verläuft zwischen den Herbergen der verschiedenen Ordensgemeinschaften und führt zum Großmeisterpalast. Die Straßen sind eng und von hohen Steinmauern begleitet, wodurch der Eindruck einer befestigten Residenzstadt entsteht.
Die Unterstadt
Die Unterstadt ist dichter mit Kirchen, Wohnhäusern und kleineren Plätzen durchzogen. UNESCO beschreibt sie als ebenso reich an Monumenten wie die Hochstadt, mit Kirchen, darunter ältere byzantinische Bauten, und Palästen. Diese Bereiche unterscheiden sich deutlich: Oben ordnen sich die großen Ordensbauten entlang der Hauptachse, unten verzweigen sich Wohn- und Sakralbauten in ein engeres Netz. Byzantinische und später hinzugekommene Bauten zeigen, dass die Stadt nicht nur ein militärischer Stützpunkt war. Unter den Johannitern wurde sie zu einem Verwaltungs- und Handelszentrum; spätere Herrschaften ergänzten das Stadtbild. Der Wechsel zwischen ruhigen Gassen und belebten Plätzen hilft, die Altstadt als gewachsene Stadt und nicht bloß als Kulisse zu erleben.
Ein Rundgang durch die ummauerte Stadt
Beginnen Sie im nördlichen Bereich an der Ritterstraße und gehen Sie anschließend in Richtung der Unterstadt, wo sich das Gassennetz verdichtet. Ein kurzer Halt am Hospital und am Großmeisterpalast macht die hochstädtische Achse verständlich; danach führt ein Tor in die dichtere Bebauung des südlichen Bereichs. Achten Sie auf die Wechsel zwischen offenen Plätzen, langen Mauern und engen Durchgängen. Das Quartier gehört zu den besonders anschaulichen Quartieren und Altstädten; Straßenfolgen und Uferwege lassen sich über die Übersichten zu Straßen und Boulevards und Promenaden und Uferwegen weiter erkunden. Die Mauertore erleichtern die Orientierung; unterwegs lohnt ein Blick auf die verschiedenen Bauweisen und Straßenbreiten. Wer wenig Zeit hat, kann den Weg zwischen Ritterstraße und Großmeisterpalast als Kernrunde wählen.
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