Architektur in Barcelona
Die Baukunst in Barcelona gehört ebenso wie die Museen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Barcelonas.
Es ist nicht nur dank Antoni Gaudís und seine Hauptwerke wie die Sagrada Família, sondern auch wegen dem Erhalt der vielen historischen Gebäuden seit dem Mittelalter.
Im Folgenden wird ein kleiner Einblick in der Geschichte der Architektur in Barcelona beschrieben, von den kleinen engen Vierteln im Barri Gòtic aus dem Mittelalter, über die Renovierung der Stadt im «Schachbrett-format» dank des Ingenierus Ildefona Cerdà bis zum spielerischen Jugendstil Antonis Gaudís.
Eine wichtige Seemacht im Mittelalter
Barcelona war schon seit dem Königreich Katalonien-Aragon eine unverzichtbare strategische Stadt im Mittelmeer. Von dieser Blütezeit, ist der Barri Gòtic geblieben voller institutionellen Gebäuden (Palau de la Generalitat mit der Kirche Sant Jordi, Ajuntament und Salo de Cent), sondern auch die Königsschlösser wie z.B. der Palau Reial Major, die Residenz der Grafen von Barcelona. Zu seinen romanischen und gotischen Erbschaft, Barcelona rechnet auch mit der Kathedrale (dreischiffige, ihrer Krypta gewidmet Saint Eulalia, das Kloster und seine Front zwischen dem Ende des 18. Jahrhunderts und Anfang des XX Jahrhunderts erbaut), die Kirche Santa Maria del Mar (aus dem XIV. Jahrhundert und gilt als das Juwel der Gotik in Barcelona durch die Reinheit seiner Linien und die Harmonie seiner Proportionen) und nicht zu vergessen viele gewerblich genutzten Gebäuden (Reials Drassanes: die größte mittelalterliche Werften der Welt).
Die Utopie Cerdà
Mit dem Fortschritt der Urbanisierung der Städte, dazu die Welle von Inmigranten machten die Lebensverhältnisse der Stadtbewohner innerhalb der Mauer-Grenzen von Barcelona unmöglich.
Daher sollte Barcelona eine umfassende Reformierung und Sanierung der Gebäude und zusätzlich eine Erweiterung der Stadt durchgeführt werden.
Dafür entwickelte der Bauingenieur Ildefons Cerdà 1855 ein Projekt für die physische Erweiterung Barcelonas.
Cerdàs «Plano de los Alrededores de la Ciudad de Barcelona y Proyecto de su Reforma y Ensanche» (Plan der Umgebung der Stadt Barcelona und Projekt zu ihrer Sanierung und Erweiterung) sieht einmal die rasterförmige Erweiterung der Stadt in Richtung der Berge unter Eingemeindung einiger kleiner Dörfer vor.
Die Quadratischen Blocks mit abgeschrägten Ecken haben eine Kantenlänge von 113 Metern und werden von 20 Meter breiten Straßen unterteilt.
Sein Hauptziel war es einen großzügigen, luft- und lichtdurchlässigen, grüne Stadt bauen zu lassen, was allerdings nicht vollständigen werden konnte.
Der am meist erhaltene Viertel ist immer noch der Eixample, und wenn man ein Appartment oder eine Ferienwohnung in Barcelona mieten möchte, sollte man es in diesem Viertel machen damit man einen tiefen Einblick in dieser Utopie von Cerdà haben kann.
Modernisme und Gaudí
Ab dem Ende des XIX Jahrhunderts, Pläne für große Veränderungen in Hinblick auf Fortschritt und Wohlstand sollten in dieser Stadt vollzogen werden.
Die großen katalanischen internationalen Ausstellungen, wie die große Industrie-Ausstellung von 1888 in Barcelona, zeigt dieser Nationalstolz. Diese Veränderung an der Architektur zeigte sich anhand der Wiederbelebung eines spanischen Stils: Neo-Mudejar, mit dem Einsatz von maurischen dekorativen Formen und Techniken als Merkmale.
Diese als Modernisme genannter Stil fing in Barcelona früher an und endetet später als in den meisten Ländern in Europa. Von diesem Modernismus sind drei Gebäude empfehlenswert: Der Verlag Montaner i Simon (1880), Josep Vilaseca Fabrik für F. Vidal (1884) und Gaudis Casa Vicens (1883-1885).
Dennoch, ein unvergleichlicher Architekt des Modernismus ist ohne Zweifel Antoni Gaudí. Gaudí entwickelte einen eigenen Stil von runden, organisch wirkenden Formen in dem er seine Bauwerke in der Formsprache des Mondernisme, als die katalanische Spielart des Jugenstils umsetzte. Alle seine Bauwerke sind von den geschwungenenen Linien, unregelmäßige Grundrisse, schräge gemauerte Stützen, naturnahe weiche Formen mit Motiven der Flora und Fauna gekennzeichnet. Mittlerweile ist es fast unmöglich Gaudí Gebäude in vielen Ecken von Barcelona zu übersehen. Die wohl bekanntesten Gebaüde sind: Casa Batlló, Casa Milà (beide am gleichen Boulevard Passeig de Gràcia) und ohne Zweifel sein wohl weltberühmteste Bauwerk: die noch unvollendete Kathedrale Sagrada Família.
Geschrieben von margaflores am Donnerstag, 6. Januar 2011 mit
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