Kork aus Portugal
In der Antike waren sich die Menschen sicher: Portugal ist das Ende der Welt. Dass dies nicht so ist, bewies der Portugiese Ferdinand Magellan, der Anfang des 16. Jahrhunderts als erster Mensch der Welt die Erde umsegelte und so bewies, dass die Erde rund ist.
Das Nachbarland von Spanien liegt am Atlantik, es gehört zu der iberischen Halbinsel. Im Norden ist das Land hügelig und sehr grün, hier wachsen die Trauben für den berühmten Portwein. Im Süden sieht die Landschaft ganz anders aus. Es ist flach und trocken, es wachsen Olivenbäume und Korkeichen.
Denn Portugal ist der größte Kork-Produzent der Welt. Der Kork wird nicht nur für Weinflaschen benutzt, sondern auch als Fußbodenbelag, für Pinnwände, Schuhabsätze und sogar als Wandverkleidung von Raumschiffen. Allerdings braucht es für die Herstellung von Kork sehr viel Zeit und Geduld. Nur etwa alle zehn Jahre darf eine Korkeiche geschält werden, beim ersten Mal muss sie mindestens 25 Jahre alt sein.
Zum portugiesischen Staatsgebiet gehören die Inseln der Azoren und Madeira. Die Hauptstadt ist Lissabon, sie zählt zu den schönsten Metropolen der Welt. Hier finden sich beeindruckende Prachtstraßen, prunkvolle Gebäude und mit Mosaiken verzierte Straßenpflaster. So nobel wurde die Stadt nach dem schweren Erdbeben im Jahr 1755 wieder aufgebaut. In Lissabon steht auch das Wahrzeichen von Portugal, der Turm von Belém. Der Leuchtturm an dem Fluss Tejo sollte Feinde einschüchtern.
Die Monarchie wurde in Portugal Anfang des 20. Jahrhunderts abgeschafft. Es folgten politisch unruhige Zeiten: Die Portugiesen lebten über 40 Jahre lang in einer Diktatur und abgeschottet von dem Rest der Welt. 1974 wurde die Diktatur beendet. 1986 trat Portugal der EU bei. Haupteinnahmequelle ist heute der Tourismus.
Nicola Lavacca,nesta123@gmx.net
Geschrieben von nicola lavacca am Samstag, 8. Dezember 2007 mit
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